2019-05-11 | Gott ist Gemeinschaft

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Ich fragte einmal eine junge Christin, die zuvor Buddhistin gewesen war, was ihr besonders am christlichen Glauben gefällt im Vergleich auch zu ihrer alten Religion. Die Antwort war: „Ich kann jetzt eine ganz persönliche und liebevolle Beziehung zu meinem Gott haben, der ein Du, eine Person ist“. Wikipedia schreibt zum Buddhismus: „So kennt die buddhistische Lehre weder einen allmächtigen Gott noch eine ewige Seele.“ Darum geht es aber ganz zentral im Christentum.

Ja, unser christlicher Gott – der einzig existierende Gott (nach unserem Glauben) – ist wahrhaftig ansprechbar wie jede andere Seele, und zwar in jeder Situation und 24 Stunden am Tag, und das, obwohl wir ihn nicht sehen oder akustisch hören können. Das Thema Ansprechbarkeit Gottes wollen wir in einem anderen Beitrag weiter vertiefen.

Nun ist Gott nicht nur ansprechbar, sondern er ist in drei Personen ansprechbar. Denn der Gott, den Christen bekennen, besteht aus drei unabhängigen Personen. Daher ist Gott in sich eine ganz innige Gemeinschaft – die erste Liebesbeziehung – noch bevor die Schöpfung entstand. Jede der drei Personen hat leicht verschiedene Charaktere – wie es unabhängigen Personen zu eigen ist. Auch wenn der Vergleich hinkt, könnte man Gott wie drei Drillinge beschreiben, die sich durch ihre Liebe untereinander sehr ähnlich sind. Sie sind aber nicht drei Götter – wie es Nichtchristen zuweilen meinen – sondern sie verstehen sich als Gemeinschaft, als Einheit, als EIN Gott. Auch Familien oder Gemeinschaften haben eine besondere Außenwirkung, wenn sie einig sind: sie werden als „Eins“ erlebt.

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2019-03-24 | Ist Jesus Mensch oder Gott?

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Christen glauben, dass Jesus zwei Naturen in sich vereinigt: die menschliche und die göttliche. Er ist damit ganz Mensch und gleichzeitig ganz Gott; genauer gesagt die 2. Person der göttlichen Trinität (Dreifaltigkeit). Dass der eine Gott aus 3 Personen besteht, thematisieren wir später in einem anderen Beitrag. Dass Jesu Person wesensgleich mit Gottvater ist wurde bereits im Jahr 325 auf dem ökumenischen Konzil von Nicäa verbindlich festgelegt. Alle christlichen Konfessionen akzeptieren die Lehre des Konzils.

Nun gibt es Glaubensgemeinschaften, die zwar die Person Jesus anerkennen, die aber verneinen, dass Jesus auch ganz Gott ist. Wie läßt sich nun die Gottheit Jesu durch die Heilige Schrift (Bibel) belegen?

Lesen wir dazu vielleicht die folgenden Bibeltexte aus dem Johannesevangelium:

Johannes 5:
17 Jesus aber entgegnete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt und auch ich wirke.
18 Darum suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen Vater nannte und sich damit Gott gleichmachte.
19 Jesus aber sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, wenn er den Vater etwas tun sieht. Was nämlich der Vater tut, das tut in gleicher Weise der Sohn.
20 Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er tut, und noch größere Werke wird er ihm zeigen, sodass ihr staunen werdet.
21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, wen er will.
(…)
26 Denn wie der Vater das Leben in sich hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben in sich zu haben.
(…)
36 Ich aber habe ein gewichtigeres Zeugnis als das des Johannes: Die Werke, die mein Vater mir übertragen hat, damit ich sie zu Ende führe, diese Werke, die ich vollbringe, legen Zeugnis dafür ab, dass mich der Vater gesandt hat.

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