2021-01-16 | Jesus: Ich bin gütig und von Herzen demütig

Die meisten haben das schon erlebt: Echt schwierige Zeiten, wo es nicht gut lief, wo es mit Menschen in Schule, Familie, Beruf echt schwierig lief. Johannes Hartl nennt diese Zeiten „Durststrecken“. Die gibt es beim Sport, bei Bergwanderungen, in Beziehungen, Ehen, im Beruf aber auch im seelischen Leben bzw. Wohlbefinden. Aber Du bist nicht der Einzige mit Durststrecken. Die meisten Menschen müssen solche Phasen durchmachen. Auch ein Leben mit Gott bewahrt uns nicht davor, obschon wir die Durststrecken dann anders durchleben und ertragen. Auch viele Bibelgeschichten erzählen von solchen Durststrecken. Die klassischen Eigenschaften sind: i) Du weist nicht, wie lange sie dauern, ii) du fühlst Dich darin überfordert. Nach außen stets coole Leute schauspielern oft, während es innen drin in ihnen ganz verzweifelt aussieht. Hartl gibt folgende Tipps für solche Phasen:
1.) Wahrscheinlich machst Du gerade nichts falsch, auch wenn es sich so anfühlt
2.) Im Rückblick wirst Du diese Phase anders bewerten
3.) Halte einfach durch und ändere nicht sofort alles mögliche
Hartls These ist, dass diese Durststrecken wichtig sind für uns Menschen, denn wir gehen meist positiv verändert daraus hervor: Wir sind danach selbstbewußter, bescheidener & demütiger, geduldiger und gnädiger mit anderen.
Er stellt die Frage: Was wäre, wenn es uns immer blendend ginge und wir nie Schwierigkeiten hätten: Würden wir dann nicht ungnätig mit anderen umgehen und arrogant und hochmütig werden?

An einer Stelle im Evangelium verrät uns Jesus zwei seiner Charaktereigenschaften, nämlich in Matthäus 11, 28-29:

„Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.“

gütig bedeutet: empathisch, annehmend, geduldig, nicht aburteilend
demütig bedeutet: von sich selber nicht so hoch denken, sich kritisieren lassen

Diese Eigenschaften lernst Du nur durch Durststrecken, sie verändern zum Guten und machen uns Jesus ähnlicher. Jesus verspricht kein Easy-Life auf Erden, aber er verspricht, immer helfend zur Seite zu stehen.

Aber schau Dir doch den ganzen Vortrag im Original an:
Durststrecken der Seele – Dr. Johannes Hartl | @ Sunday Morning #187:

Hier gibt es noch die Langversion des SundayMorning vom 10.01.2021:

https://youtu.be/PwA5ui4a_rY

Titelbild: Jesus Consoles the Brokenhearted by Joseph Harry Anderson @ https://4000jesuspictures.com/

Werbung

2020-07-11 | Man muss nicht alles glauben, was stimmt

200711_Man-muss-nicht-alles-glauben

Heute hören wir aus dem täglichen Morgenimpuls von Pastor Thomas Wieners einen provokativen Auftakt: „Man muss nicht alles glauben, was stimmt.“ Ja, wir haben die Würde und das Geschenk der Freiheit. Wir haben die Freiheit, an die frohe Botschaft von Jesus Christus zu glauben oder auch nicht zu glauben. Die ersten Zeugen, die Jesus noch zu Lebzeiten erlebt haben, mußten nur einen kleinen Schritt des Glaubens wagen, doch selbst der Apostel Thomas wollte Beweise, und zwar anfaßbare! Wir sind darauf angewiesen, den damaligen Zeugen zu glauben, also vor allem den vier Evanglisten, die über die frohe Botschaft von Jesus als dem Sohn Gottes berichten: Johannes, Matthäus, Markus und Lukas. Die ersten beiden waren als Apostel auch Augenzeugen. Darüber hinaus gibt es aber auch Gotteserfahrung in späteren Zeiten, und zwar bis in unsere Gegenwart. Dabei erscheint Jesus keineswegs nur Christen: Hier nur ein Beispiel. Und hier also der Morgenimpuls:

Passend zur Thematik „Glaube“ ist die heutige Tageslesung aus dem Buch der Sprüche:

1 Mein Sohn, wenn du meine Worte annimmst und meine Gebote beherzigst,
2 der Weisheit Gehör schenkst, dein Herz der Einsicht zuneigst,
3 wenn du nach Erkenntnis rufst, mit lauter Stimme um Einsicht bittest,
4 wenn du sie suchst wie Silber, nach ihr forschst wie nach Schätzen,
5 dann wirst du die Gottesfurcht begreifen und Gotteserkenntnis finden.
6 Denn der Herr gibt Weisheit, aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Einsicht.
7 Für die Redlichen hält er Hilfe bereit, den Rechtschaffenen ist er ein Schild.
8 Er hütet die Pfade des Rechts und bewacht den Weg seiner Frommen.
9 Dann begreifst du, was Recht und Gerechtigkeit ist, Redlichkeit und jedes gute Verhalten.
Spr 2, 1-9

Ich denke, der Schüssel steht in Vers 3: „wenn du nach Erkenntnis rufst, mit lauter Stimme um Einsicht bittest …“, dann „wirst du die … Gotteserkenntnis finden“. Oder kurz gesagt: ‚Wer suchet, der findet‘. Glaube setzt also einen ersten freiwilligen, aktiven Schritt des Suchens und des Vertrauens voraus. Darauf wird Gott ganz gewiß antworten und Er wird Hilfen geben auf dem Weg des Glaubens. Eine mögliche Hilfe auf dem Weg kann der Alpha-Kurs sein. Komm, und probiere es aus! Der nächste Kurs in Aachen beginnt im Oktober.