2020-12-29 | Gottes Wort wird in mir zur Quelle

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Eine schöne Sequenz aus den Neuen Testament ist die detailliert beschriebene Begebenheit in Sychar in Samarien, wo Jesus an einem Brunnen ins Gespräch kommt mit einer Frau aus dem Ort.

Wir lesen in Johannes 4:

13 Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser* trinkt, wird wieder Durst bekommen; 14 wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt.

*) Wasser ist hier das irdische Wasser aus dem Brunnen, an dem Jesus und die Frau sich begegnen. Die ganze Geschichte kann man z.B. hier nachlesen: Joh 4,1-42.

Jesus geht in der Begegnung sehr einfülsam und behutsam mit der Frau um. Er weiß um all ihre Sünden und Fehler. Doch es geht ihm nicht primär darum, diese zu maßregeln, sondern darum, daß sie erkennt, was die Erfüllung ihres Lebens ist. Was und wer die unerschöpfliche Quelle ist, die einzig diese Erfüllung bieten kann: Nämlich Er selbst, Gott. Aus dieser Offenheit für Jesus heraus wird sie ganz schnell zur Missionarin, die das ganze Dorf einlädt, Jesus kennenzulernen. „vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt“ sagt genau das: Wer das lebendige Wasser – also Gott – aufnimmt, der wird selber zur Quelle für andere, weil das göttliche Wasser durch ihn zu den Mitmenschen fließt.
Gott geht es also primär darum, dass wir Menschen Ihn annehmen und Ihn anerkennen als unseren Schöpfer sowie als Quelle und Ziel unseres Lebens. Wenn wir das aus ganzem Herzen annehmen können, werden wir quasi automatisch den Wunsch haben, nach Seinem Willen zu leben und wir werden den Wunsch haben, dass auch andere Menschen dieses Glück finden. Denn die Liebe verschenkt sich immer und kann nicht egoistisch sein. Im Gebetshaus Augsburg ist die Perikope vom Gespräch am Jakobsbrunnen oft Thema von Vorträgen gewesen. Einen Vortrag von Sebastian Lohmer wollen wir im Folgenden vorstellen:

Thema: Sein [Gottes] Anbeter sein
„Wenn wir an Anbetung und Lobpreis denken, denken wir häufig zuerst an eine bestimmte Musikrichtung, an Lieder oder an Menschen die ihre Hände heben. Anbetung ist jedoch mehr als Musik oder körperliche Akte. Ausgehend von der Bibelstelle Johannes 4 und der Begegnung am Jakobsbrunnen wird dargelegt was es heißt ein Anbeter zu sein, der ‚Gott in Geist und Wahrheit‘ anbetet“:

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Titelbild: A. Vogg, Gemälde aus der Pinakothek München