2020-09-20 | Der noch kurz vor 12 kam

Der Schott-Tagesimpuls leitet heute wie folgt auf das Tagesevangelium über:

Hat mein Leben einen Sinn? Weiß ich, wofür ich lebe, arbeite, leide? Kein Mensch, der über sich selbst nachdenkt, kommt an dieser Frage vorbei. Und keiner kann selber seinem Leben den letzten Sinn geben. Aber er kann ihn entdecken, noch in der elften Stunde. Und dann weiß er, dass er nicht umsonst gelebt hat; dass in seinem Warten und Suchen immer schon Gott anwesend war und Gott auf ihn gewartet hat, wie man auf einen Freund wartet.

Quelle: https://erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2020-09-20

Na, die ersten beiden Sätze sind ja typische Fragen, die im Alpha-Kurs gestellt werden. Und genau dafür ist der Alpha-Kurs da. Unser nächster Kurs beginnt am 07. Oktober. Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Teilnehmerzahl begrenzt; aber aktuell sind noch Plätze frei. Zögere daher nicht länger, und lass Dich auf das größte Abenteuer Deines Lebens ein:
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Nun zum Tages-Evangelium:

In jener Zeit
erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis:
1 Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen hinausging, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben.
2 Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denár für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg.
3 Um die dritte Stunde ging er wieder hinaus und sah andere auf dem Markt stehen, die keine Arbeit hatten.
4 Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist.
5 Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder hinaus und machte es ebenso.
6 Als er um die elfte Stunde noch einmal hinausging, traf er wieder einige, die dort standen. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig?
7 Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!
8 Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den Letzten, bis hin zu den Ersten!
9 Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte,
und jeder erhielt einen Denár.
10 Als dann die Ersten kamen, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten einen Denár.
11 Als sie ihn erhielten, murrten sie über den Gutsherrn
12 und sagten: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet und du hast sie uns gleichgestellt. Wir aber haben die Last des Tages und die Hitze ertragen.
13 Da erwiderte er einem von ihnen: Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denár mit mir vereinbart?
14 Nimm dein Geld und geh! Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir.
15 Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder ist dein Auge böse, weil ich gut bin?
16 So werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte.

Matthäus 20, 1–16

Zunächst zur scheinbaren Ungerechtigkeit des Gutsbesitzers: Jesus erklärt selbst, dass der Lohn von 1 Denar ordentlich mit jedem angeworbenen Arbeiter vereinbart wurde. Wenn wir nun darüber hinaus das Wort Denar durch Himmel oder Paradies ersetzen (also für den Ort, für den wir nach dem Tod eigentlich bestimmt sind), schmilzt die Ungerechtigkeit zu einem Nichts zusammen: Das Paradies ist der High Score! Mehr Lohn geht nicht. Gleichzeitig sehen wir die enorme Großzügigkeit Gottes (der im Gleichnis der Gutsbesitzer ist): Gott wünscht sich jeden Menschen bei sich im Himmel, daher hat jeder Mensch bis zum letzten Atemzug Gelegenheit dazu, sich für Ihn zu entscheiden.

Was ist nun die Gegenleistung, die Arbeit, die wir für diesen immensen Lohn tun müssen? Jesus sagt es uns persönlich in der Bibel:

37 Er (Jesus) antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Denken. 38 Das ist das wichtigste und erste Gebot. 39 Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Matthäus 22, 37-39

Die Arbeit im Weinberg – entsprechend obigem Tagesevangelium – besteht also primär aus den 2 Tätigkeiten: Gott lieben und den Nächsten lieben. Um aber jemanden lieben zu können, muss man zunächst erst einmal eine Beziehung zu ihm aufbauen. Hinsichtlich Gott oder Jesus gelingt das duch Gebet und durch Lesen der Bibel. Mehr dazu verrät z.B. der Alpha-Kurs. Wer aber erst einmal eine freundschaftliche Liebes-Beziehung zu Gott entwickelt hat, der wünscht sich eine Solche auch für seine Freunde. Außerdem gibt diese Beziehung die Befähigung zu lieben – sogar selbst seine Feinde zu lieben. In praktischer Konsequenz möchte eine solche Person diese wunderbare Erfahrung mit Gott teilen und weitergeben. Das ist dann die eigentliche Arbeit im Weinberg – die Arbeit für das Reich Gottes, welches ja bereits mitten unter uns ist, wie Jesus sagt (Lukas 17,21) – durch unsere Mitarbeit.

Titelfoto by Gerd Altmann from Pixabay